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Über die Plejaden

Die Plejaden und die Plejaden im O.'. von Bern
 

Die sieben bläulichen Sterne, welche am herbstlichen Himmel mit dem Sternbild Stier erscheinen, sind seit alters von Legenden umrankt. In der griechischen Mythologie tragen die Sterne des Siebengestirns die Namen der sieben Töchter von Pleione und Atlas: Alcyone, Merope, Electra, Celaeno, Taygeta, Maia und Asterope. Auf diese sieben Schwestern führt die Namensgebung der Loge zurück.

Im Herbst erscheint das Sternbild in mittleren Breiten der Nordhemisphäre und verschwindet im März unter der Horizontlinie. So sind die Plejaden augenscheinlich mit dem Jahreszeitenwechsel, mit beginnender Winterruhe und Wiedererwachen der Natur verbunden. Zahlen, Räume und Zeiten – Rhythmus - stellen eine Verbindung zwischen materiellem und geistigem Leben her. Die ‚Eltern‘ Atlas und Pleione stehen beispielhaft für die Dualität männlich – weiblich. Die ‚Töchter‘ stehen für das Dritte, die Synthese aus Polaritäten.
 

Der Sternhaufen der Plejaden ist ein auffälliges Lichtfleckchen, in dem man mit bloßem Auge etwa sechs Sterne erkennt. Die Himmelsgegend um die Plejaden wird aber von Hunderten Sternen bevölkert, die man mit einem Teleskop gut sehen kann. Etwas weiter zur Horizontlinie hin ziehen Sonne und Planeten in der sogenannten Ekliptik durch den Sternhaufen. Der Mond besucht die Plejaden einmal im Monat! Manchmal zieht der Mond sogar mitten durch den Sternhaufen und verdeckt einige der Sterne. Das Sternbild Stier besteht hauptsächlich aus dem Sternhaufen der Hyaden. Diese bilden am Himmel ein gut sichtbares V. Der auffällige Aldebaran - das Auge des Stiers - leuchtet hell und rötlich. Die Plejaden befinden sich an der Schulter des Stieres. Dahinter endet das Sternbild. Östlich und näher an der Horizontlinie befindet sich das Sternbild Orion.
 

In den Legenden, welche vom Siebengestirn überliefert sind, ist immer die Rede von einer Gemeinschaft – Menschen als Glieder einer Familiengemeinschaft, eines Stamms oder Volks. Zusammenleben und Verwandtschaft verbinden diese Gemeinschaften. Darüber hinaus, zum gegenseitigen Nutzen, schützt sie vor Gefahren, ermöglicht gegenseitige Hilfe, aber auch den Austausch von Wissen und Erfahrungen. In der Loge verbindet uns das Streben nach Brüderlichkeit, Toleranz und geistiger Entwicklung. Die gemeinsame Arbeit schafft eine tiefe Verbundenheit in der Schwesterngemeinschaft.
 

Wir Schwestern der Loge „Die Plejaden“ fühlen uns als Gemeinschaft gleichgesinnter Frauen. Jede Suchende darf sich nach der Initiation als Schwester in unsere Schwesternkette einreihen; aber nicht nur dies: wir sind auch mit der weltumspannenden Gemeinschaft von Maurerinnen und Maurern verbunden. Gemeinsam arbeiten wir am Bau der Humanität und am geistigen Tempel der Brüderlichkeit. Jede Schwester und jeder Bruder geht dabei den je eigenen Weg zur Vervollkommnung.
 

Wer in einer klaren Winternacht einmal zum Sternenhimmel geschaut hat, kennt das wunderbare Gefühl, die Ruhe, welche von ihm ausgeht. Wir wissen längst nicht alles, was sich dort abspielt, doch der Sternenhimmel verändert sich minim über die Jahrtausende hinweg. Generationen vor uns haben die Sterne ähnlich gesehen, wie wir heute. Menschen aus allen Kulturen - im Orient wie im Okzident - und Generationen nach uns werden ihn betrachten.

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